Große Sturmschäden in Prampram März 2021

Am Montagabend, den 22.3.21, gab es einen Sturm in Prampram. Auf unserem Gelände Kinder Paradise in Prampram und an den Häusern hat der Sturm leider großen Schaden angerichtet.

Die Dächer von sechs Häusern, davon auch drei gerade erst frisch gedeckte Dächer, sind teilweise sehr stark betroffen. Das große Dach unseres Car-Ports und die Überdachung der Tribüne wurden zerstört und weggeweht. Das Car-Port-Dach flog in einem Stück bis auf die Straße und hat große Teile unseres Zauns weggerissen.
 
Die Laptops in unserem Büro wurden völlig durchnässt, haben Schaden genommen und sind teilweise unbrauchbar geworden. Das Dach unseres Bürogebäudes/Sickbay ist ca. 25 Meter bis über die Straße und gegen die Mauer und das Metalltor der Einfahrt des gegenüberliegenden Nachbarn geflogen; dabei wurde als Folgeschaden die Mauer teilweise zerstört und das massive Metalltor verbogen.

Die Kinder mussten in der Nacht von Montag auf Dienstag evakuiert werden.

 

Gute Nachrichten:
Wir sind dankbar, dass niemand verletzt wurde und es allen gut geht; wir sind auch mehr als froh und hatten noch Glück, dass die heruntergerissenen Überland-Stromleitungen im regennassen Gelände nicht zu Stromschlägen geführt haben.
 
In der Krankenstation mit ihren Geräten gab es keine Schäden. Auch die im neuen Lagerhaus bevorrateten Lebensmittel sind nicht von Wasserschäden betroffen.
 
Obwohl das Dach des Car-Ports mitsamt den Pfeilern und teils auch deren Beton-Fundamenten vom Wind weggerissen wurde, wurde keines unserer darunter geparkten Fahrzeuge beschädigt. Am ersten Tag nach dem Sturm funktionierte unsere Solaranlage noch; am zweiten dann nicht mehr, aber am dritten Tag konnte sie bereits wieder repariert werden.
 
Viele unsere Dokumente und Dokumentationen über die Kinder waren zwar durchweicht, konnten aber getrocknet werden und sind lesbar – insbesondere die von all unseren bisherigen Alumni ausgefüllten Fragebögen für eine Erhebung über unseren Re-Integrationsprozess (die Arbeit eines ganzen Jahres!). Am Tag nach dem Sturm konnten wir viele Aufräumarbeiten durchführen und soweit wie möglich die betroffenen Stellen sichern. Alle unsere Kinder, von Klein bis Groß, und alle Mitarbeiter haben angepackt und mitgeholfen. Sie waren ein wunderbares Team!

Einige der Kinderzimmer sind nicht bewohnbar. Die Kinder sind nun alle zusammengerückt und teilen sich die heilen/trockenen Zimmer; kein Kind musste außerhalb des Heims untergebracht werden.
 
Die Stromversorgung war im ganzen Ort zusammengebrochen, weil viele der Strommasten umgeknickt waren.
Bereits in den Wochen davor hatten wir keine Wasserversorgung durch die städtischen Wasserwerke.
 
Die Regenzeit hat begonnen und weitere Stürme sind möglich, die unsere bereits beschädigten Dächer noch weiter zerstören könnten. Wir hoffen also, möglichst bald die Schäden beheben zu können.
 


 

Es tut uns leid, dass wir diesmal keine guten Nachrichten aus Ghana schicken könnten und Sie können sich sicher vorstellen, wie sehr wir und über weitere Unterstützung beim Wiederaufbau freuen!

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